Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden im Alltag. Sie treten plötzlich auf, halten sich hartnäckig und beeinträchtigen oft die Konzentration und Leistungsfähigkeit.
Viele greifen in solchen Momenten zunächst zu Schmerzmitteln. Das kann kurzfristig entlasten – verändert jedoch nicht zwangsläufig die zugrunde liegenden Ursachen.
Ein möglicher Zusammenhang wird dabei häufig übersehen: der Nacken.
Wenn der Schmerz nicht im Kopf entsteht
Nicht jeder Kopfschmerz hat seinen Ursprung im Kopf selbst. Spannungen im Bereich der Nackenmuskulatur können Beschwerden auslösen, die als Kopfschmerz wahrgenommen werden.
In der Fachliteratur spricht man in diesem Zusammenhang häufig von sogenannten myofaszialen Triggerpunkten. Dabei handelt es sich um lokale Spannungszonen innerhalb der Muskulatur, die Druckempfindlichkeit zeigen und Schmerzen in andere Regionen weiterleiten können.
Typische Ausstrahlungen sind:
– in die Stirn
– hinter die Augen
– in den Schläfenbereich
Wie entstehen solche Verspannungen?
Nackenverspannungen entwickeln sich meist nicht plötzlich, sondern über einen längeren Zeitraum.
Häufige Einflussfaktoren sind:
– langes Sitzen, insbesondere am Bildschirm
– einseitige oder statische Körperhaltungen
– körperliche und mentale Belastung
– fehlender Bewegungsausgleich
Der Körper passt sich diesen Umständen an – und genau diese Anpassung kann sich später in Form von Beschwerden bemerkbar machen.
Welche Rolle die Muskulatur dabei spielt
Verspannte Muskelbereiche können die Beweglichkeit einschränken und das Zusammenspiel im gesamten Bereich von Nacken, Schultern und Kopf beeinflussen.
Dadurch kann sich ein Beschwerdebild entwickeln, das nicht immer eindeutig zuzuordnen ist. Betroffene nehmen häufig nur den Kopfschmerz wahr – die mögliche Ursache liegt jedoch im Bereich der Muskulatur.
Wie ich in meiner Praxis arbeite
In meiner Praxis betrachte ich Beschwerden im Bereich von Kopf und Nacken immer im Zusammenhang mit dem gesamten Bewegungsapparat.
Je nach Befund kombiniere ich unterschiedliche Ansätze, zum Beispiel:
– Osteokinetik
– Faszien- und Triggerpunktarbeit
– Schröpfen
– Akupunktur
– unterstützend eine individuelle Betrachtung möglicher Einflussfaktoren wie Nährstoffversorgung
Ziel ist es, Spannungszustände im Gewebe zu verändern und die Beweglichkeit zu verbessern. Die Behandlung wird individuell angepasst und orientiert sich am jeweiligen Empfinden.
Wann es sinnvoll ist, genauer hinzuschauen
Wenn Kopfschmerzen regelmäßig auftreten oder sich nicht eindeutig erklären lassen, kann es sinnvoll sein, auch den Nackenbereich mit einzubeziehen.
Denn nicht jede Ursache liegt dort, wo der Schmerz spürbar ist.
Naturheilpraxis Melanie Lüdtke – Heilpraktikerin für den Bewegungsapparat in Altfraunhofen
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